16.09.2019 Beeindruckendes Wasserwerk Sipplingen

Der Bodensee (536 km2 Oberfläche, 63 Km lang, 14 Km breit) ist der Trinkwasserspeicher Europas. Vier Millionen Menschen konsumieren täglich dieses köstliche Nass von der Bodensee-Wasservereinigung. Zu ihr gehören 149 Städte und Gemeinden sowie 34 andere Zweckverbände. Das Wasser wird über eine Länge von 1700 Kilometern weitergeleitet. Über dieses Netz verteilt die Bodensee-Wasserversorgung jährlich 125 Millionen Kubikmeter Trinkwasser in Baden-Württemberg. Hättet ihr gewusst, dass ein Mensch in seinem ganzen Leben 58 000 Liter Wasser verbraucht? Um all dies zu erfahren, machten sich 35 Turnveteranen frühmorgens im Seiler-Car auf, das Wasserwerk in Sipplingen zu besuchen.

Auf dem im Nebel gehüllten Sipplinger Berg, wo die weitläufige Anlage mit ihren 300 Mitarbeitern steht, wurden wir von Andrea Lohr herzlich empfangen. Sie führte uns anschliessend während gut eineinhalb Stunden äusserst kompetent und sehr charmant durch die Gebäulichkeiten. Die Dimensionen dieser Anlage sind gewaltig. Andrea Lohr lobte vor allem auch die super gute Qualität des Wassers bereits aus dem Bodensee. Weil der Kalkgehalt im mittleren Härtebereich liegt, wird die Weiterverarbeitung natürlich enorm erleichtert. Zudem entfernen 12 Mikrosiebe mit lediglich einer Maschenweite von 15 Mikrometern selbst kleinste Algen und Schwebestoffe. Natürlich gibt es trotzdem im eigenen Labor unzählige Kontrollen, 35 000 pro Jahr.

Die gesamte Trinkwasser-Entnahme aus dem Bodensee umfasst jährlich 130 Millionen Kubikmeter. Weil aber 11,3 Milliarden Kubik durch den Bodensee strömen, ist das nur eine minime Marge von gut einem Prozent. Die natürliche Verdunstung beträgt das Doppelte der Entnahme. Die Führung war unheimlich interessant und lehrreich und unser Obmann Köbi Debrunner hat einmal mehr eine glänzende Wahl getroffen.

Vom Sipplinger Berg ging es dann hinunter in Richtung Eigeltingen. Im Restaurant des Erlebnis-Bauernhofes Lochmühle nahmen wir das Mittagessen ein. Ein anschliessender Spaziergang durch die weitläufige Anlage mit unzähligen Tierarten zeigte aber auch, dass Vieles was herum liegt oder steht, dringendst eine Auffrischung nötig hätte. Mitten im Nachmittag machten wir uns dann auf, um über Ramsen uns Stein am Rhein zurück nach Frauenfeld zu kommen. (rs)



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